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Aktuelle und kommende Ausstellungen im Museum Abteiberg

Informationen zur Eröffnungsveranstaltung und zum Begleitprogramm werden aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung der Corona-Pandemie unter www.museum-abteiberg.de bzw. in späterer Einladung bekannt gegeben.



Institutionskritik: Das Museum als Ort der permanenten Konferenz (J.B.)

Ghislaine Leung. Portraits

Werkstattbericht. Sammlung/Archiv Andersch (Beuys)

3. Juni bis 24. Oktober 2021

Joseph Beuys, Totalisation der Kunst = Totalisation der Ökonomie, 1976, Bleistift auf Karton, 24 x 35 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Stichting Kröller-Müller Museum Otterlo, vormals Sammlung Visser, Foto: Rik Klein Gotink
Joseph Beuys, Totalisation der Kunst = Totalisation der Ökonomie, 1976, Bleistift auf Karton, 24 x 35 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Stichting Kröller-Müller Museum Otterlo, vormals Sammlung Visser, Foto: Rik Klein Gotink

Anlässlich des Ausstellungs- und Veranstaltungs-Programms »beuys 2021«, das zum 100. Geburtstag von Joseph Beuys in mehr als 20 Institutionen in Nordrhein-Westfalen zu erleben ist, zeigt das Museum Abteiberg zwei Ausstellungen, in denen die Beuys-Zeit und die heutige Gegenwart in Beziehung zueinander gesetzt werden. Ein neuer Schauraum schöpft erstmalig aus der Neuerwerbung von SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH und vermittelt die Bedeutung von Archivarbeit zur Kunst der 1960er und 70er Jahre.

Parallel ist ein neues ortsspezifisches Projekt zu erleben, in dem sich die große Mönchengladbacher Tradition seit Beuys‘ erster Museumsausstellung 1967 fortsetzt: Die Institution Museum wird 2021 nochmals neu untersucht und künstlerisch befragt, eingeladen dazu ist die Künstlerin Ghislaine Leung (*1980).

Als Bindeglied beider Ausstellung sind Leihgaben aus dem Kröller-Müller Museum in Otterlo zu sehen: vier Zeichnungen von Joseph Beuys, die er im Rahmen eines Interviews mit Frans Haks im Dezember 1975 anfertigte, in dem er über das Museum als „Intermedium“ zwischen Künstler und Publikum spricht. Beuys‘ Gedanken dienten dem kuratorischen Team beider Ausstellungen, die sich der Institution Museum auf ganz unterschiedliche Art und Weise annähern, immer wieder als Ausgangs- und Rückführungspunkt. 1993 brachte der FIU-Verlag das Gespräch zwischen Beuys und Haks unter dem Titel Das Museum. Ein Gespräch über seine Aufgaben, Möglichkeiten, Dimensionen… heraus. Das Buch ist im Museumsshop erhältlich. (FR/DW)


Die Ausstellungen sind Teil des Jubiläumsprogramms »beuys 2021. 100 jahre joseph beuys«, einem Projekt des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.




Begrüßung: Felix Heinrichs, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach
Grußwort: Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
Einführung: Susanne Titz, Direktorin Museum Abteiberg
Ausstellungsgespräch mit Ghislaine Leung um 14 Uhr

Das kuratorische Team – Haris Giannouras, Felicia Rappe, Susanne Titz und Denise Wegener – steht bis 15 Uhr für Ihre Fragen in den Ausstellungen zur Verfügung.


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Ghislaine Leung
Portraits

MUSEUM ABTEIBERG
3. Juni – 24. Oktober
June 3 – October 24

Die Einzelausstellung von Ghislaine Leung umfasst Werke, die vom Museum Abteiberg in Auftrag gegeben und über einen Zeitraum von einem Jahr 2020/21 produziert wurden. Kuratiert wird diese Ausstellung von Susanne Titz und Haris Giannouras. Diese Informationen entsprechen dem erforderlichen Umfang von 600-800 Zeichen und wurden von Haris Giannouras, Ghislaine Leung und Susanne Titz bearbeitet.

Alle Angaben entsprechen dem Stand Februar 2021, Änderungen möglich, vorbehaltlich notwendiger Erfordernisse und verfügbarer Mittel.


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Werkstattbericht
Sammlung/Archiv Andersch (Beuys)
Eröffnung: Donnerstag, 3. Juni, 12 Uhr

Inventarisierungsarbeiten SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH (Joseph Beuys, Das Wirtschaftswert-PRINZIP, PRINZIP 2 Mensch, 1980) © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Josephine Scheuer
Inventarisierungsarbeiten Sammlung/Archiv Andersch (Joseph Beuys, Das Wirtschaftswert-PRINZIP, PRINZIP 2 Mensch, 1980) © VG Bild-Kunst, Bonn 2021, Foto: Josephine Scheuer

Das Museum Abteiberg erwarb 2017 mit Unterstützung der Kulturstiftung der Länder, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kunststiftung NRW und der Hans Fries-Stiftung eine der international umfangreichsten Fluxus-Kollektionen: die Kunstsammlung, das Archiv und die Bibliothek von Erik Andersch (1940–2021).

Die darin vertretenen Künstler*innen gehörten sowohl dem engsten Kreis wie auch dem erweiterten Umfeld der internationalen Fluxus-Bewegung an oder teilten mit diesem eine Auffassung, die sich seit den frühen 1960er Jahren in den USA, Europa und Japan entwickelt hatte: Kunst verbindet sich mit Aktion, Gemeinschaft, Spiel und Zufall, ist konzeptuell, intermedial, humorvoll und ironisch-kritisch gegenüber Traditionen des Museums und der Kunstgeschichte. Die künstlerische Praxis bezieht den sozialen, gesellschaftlichen und politischen Raum ein.

Das Team am Museum Abteiberg ist derzeit mit der Bearbeitung dieses Neuzugangs befasst. Dazu zählen das Dokumentieren und Inventarisieren sowie konservatorische Maßnahmen. Die Ausstellung "Werkstattbericht Sammlung/Archiv Andersch (Beuys)" stellt diese Aufgaben vor und thematisiert damit verbundene Fragen: Wie sollen Sammlung, Archiv und Bibliothek langfristig aufbewahrt, ausgestellt, vermittelt und der Forschung zugänglich gemacht werden?

2021 nimmt das Museum den 100. Geburtstag von Joseph Beuys zum Anlass, einen ersten Einblick in die laufenden Überlegungen zu geben. Die Materialien von Beuys – einer von über 50 vertretenen Künstler*innen – machen lediglich einen Bruchteil des Gesamtbestands von SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH aus. Anhand dieses Konvoluts spielt die Ausstellung ein neues Format im Museum Abteiberg durch: ein Schaumagazin.

Joseph Beuys erhielt durch seinen frühen Kontakt zur Fluxus-Gruppe zentrale Impulse zur Entwicklung seines Erweiterten Kunstbegriffs. Susanne Rennert thematisiert in ihrem Essay "Das ist ja überhaupt alles sehr beweglich", der in einer ausstellungsbegleitenden Broschüre erscheint, die wechselseitigen Beziehungen von Joseph Beuys und Fluxus sowie den Sammler Erik Andersch, der den Fluxus-Begriff ähnlich offen wie Beuys gebrauchte.

Die Ausstellung wird kuratiert von Felicia Rappe und Denise Wegener. Wissenschaftliche Beratung SAMMLUNG/ARCHIV ANDERSCH: Susanne Rennert. Sie wurde realisiert mit großzügiger Förderung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Hans Fries-Stiftung und des Museumsvereins Abteiberg. (FR/DW)


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