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Astrid Klein, Nothing is more real than nothing, 2014


Astrid Klein, Nothing is more real than nothing, 2014, Detailansicht

ASTRID KLEIN

Nothing is more real than nothing, 2014

Wandinstallation mit 2 Neonröhren, beschriftet, Kabelanschluss für Steckdose
Gesamt 220 x 15 x 3 cm

Auflage:
5 Exemplare hellblau/blau,
5 Exemplare weißgelb/grün
+ 2 Künstlerexemplare
Zertifikat signiert, datiert und nummeriert

Preis 2.800 EUR (inkl MwSt.)
(Vergriffen)

Seit den Anfängen ihres Werks in den späten 1970er Jahren arbeitet Astrid Klein in unterschiedlichen Medien und Materialien, bereits seit den 1980er Jahren mit Neonlicht und Leuchtstofflampen. Es entstanden sowohl Objekte wie der Fliegenfänger (Fly-Catcher, 1987, zu sehen im Museum Abteiberg in der Ausstellung In Order to Join, 2013/14), als auch sehr große Wandarbeiten, unter anderem für die Neubauten der Abgeordnetenhäuser in Berlin im Jahr 1994.

Charakteristisch ist die Verbindung von Text und Licht. Die Künstlerin operiert mit Texten des modernen Existenzialismus und antiker Philosophie. Sie bringt Gegenwart und Vergangenheit des existenziellen Denkens zusammen, produziert dabei mittels Licht Überstrahlungen, die aus der gewöhnlichen Neonröhre ein abstrahierendes Medium machen: die Textzeilen erscheinen auf deren Licht, sie werden vom immateriellen Medium getragen.

"nothing is more real than nothing", zu deutsch "nichts ist so wahr wie das Nichts": Astrid Klein nennt den vorsokratischen Philosophen Demokrit als Quelle dieses Textstücks. Sie zitiert dabei zugleich und wohl noch prominenter Demokrits großen Verehrer Samuel Beckett aus den 1950er Jahren, der damals das Nichts für die Moderne neu beschrieb, und mit ihm die hohe existenzialistische Dramatik der modernen Philosophie im mittleren 20. Jahrhundert. Interessanterweise formulierte Beckett diesen Satz zunächst französisch, dann englisch, ursprünglich war es "rien n'est plus vrai que le rien" in Malone meurt (Paris, 1951), dem zweiten Band seiner Trilogie, den er anschließend selbst ins Englische übertrug (Malone dies).

Astrid Klein hat diese Wandarbeit exklusiv für den Museumsverein Mönchengladbach in einer höheren Auflage hergestellt. Die beiden Neonröhren werden übereinander an der Wand installiert, das mitgelieferte Kabel an die Steckdose angeschlossen. Die Auflage ist in zwei Farbvarianten produziert, 5 Exemplare in der Kombination hellblau/blau (siehe Abbildung), 5 Exemplare in der Kombination weiß-gelb/grün.

Biografische Informationen liegen noch nicht vor.