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Die Mitteilungen für September, Oktober, November 2026 sind online


Jahresgaben 2026

Präsentation der neuen Editionen & Tombola
Donnerstag, 19. November 2026, ab 18:30 Uhr

Kunst für die eigene Sammlung, geschaffen von Künstler:innen mit besonderer Verbindung zum Museum und zur Stadt: Auch 2026 lädt der Museumsverein dazu ein, die neuen Jahresgaben zu entdecken. In diesem Jahr erwarten Sie außergewöhnliche Editionen von Rita McBride, Wilhelm Mundt, Beate Selzer und Tobias Kaspar.
 


Rita McBride – Trophy

Rita McBride ist dem Museumsverein seit vielen Jahren verbunden. 2016 realisierte sie anlässlich der Einweihung ihrer Außeninstallation Donkey’s Way auf dem Sonnenhausplatz die Jahresgabe "Template (Eselfreunde)", die direkt vergriffen war.


Rita McBride, Trophy, 2026, 3D-Druck, Sprühlack in Schwarz und Gold, Pulverbeschichtete Stahlbox, 36,5 × 8 × 7 cm, Box  11 × 39 × 24 cm, Foto: Linan Zhu  

Nun kehrt die Geschichte der Esel auf ungewöhnliche Weise zurück: Für die diesjährige Jahresgabe produzierte Rita McBride unter dem Titel "Trophy" Abgüsse eines der Eselschwänze, die 2017 in einer Nacht- und Nebelaktion abgerissen und in einem Gebüsch wiedergefunden wurden.


Rita McBride, Trophy, 3D Druck,
Sprühlack in Schwarz und Gold, , 36,5 x 8 x 7 cm, signiert, datiert und nummeriert unter dem Sockel, Auflage 15 + 3 AP, bei der Produktion, Foto: Atelier McBride

Kurz vor der Neugestaltung des Sonnenhausplatzes und temporären Einlagerung der Esel wird aus einem Fragment der Skulptur ein eigenes Erinnerungsstück – eine ebenso humorvolle wie poetische Trophäe.

Wilhelm Mundt – Trashstones

Seit 1989 arbeitet Wilhelm Mundt an seiner international bekannten Werkgruppe Trashstones, in der Produktionsabfälle aufwendig mit Kunstharz ummantelt und zu skulpturalen Körpern verwandelt werden.

Für den Museumsverein entstanden drei handballgroße, amorphe Klumpen (Mundt), die an Findlinge erinnern. Ihre Oberflächen geben Rätsel auf: Zeichnungen und Spuren machen diese Objekte zu eigenwilligen Unikaten.

Sie gehören nicht zur regulären numerischen Zählung der Trashstones und weichen absichtlich von der makellosen, beinahe kostbaren Erscheinung vieler anderer Arbeiten der Werkgruppe ab.


Beate Selzer – Chorbild vierstimmig

Beate Selzer ist bereits lange mit dem öffentlichen Raum in Mönchengladbach verbunden. 2002 entwickelte sie im Rahmen der Mönchengladbacher Skulpturenmeile verschiedene Arbeiten für die Stadt.



Beate Selzer, Chorbild vierstimmig, 2002/2026 (work in progress) Foto: Mira Hoffmann

Ihre neue Jahresgabe knüpft an diese Geschichte an: Ein Set aus vier Kopfsilhouetten auf Keramikkacheln nimmt Bezug auf ihre Arbeit Chorbild. Die für die Außenfassade der Zentralbibliothek entwickelte Arbeit wurde kürzlich nach deren Sanierung und Erweiterung wieder angebracht.

Die Jahresgabe greift dieses Motiv auf und übersetzt es in ein kleines, eigenständiges Format – als keramisches Echo einer Arbeit im Stadtraum.

Tobias Kaspar – Unconditional

Mit "Unconditional" bringt Tobias Kaspar eine konzeptuelle Arbeit als Jahresgabe, die mit seinem Projekt für das Huma (Stiftisches Humanistisches Gymnasium Mönchengladbach) im Rahmen des 39. Atelierstipendiums verbunden ist (siehe Text in der obigen Ausgabe der Mitteilungen).


Tobias Kaspar, Unconditional, 2026, Tintenstrahl- und Siebdruck mit RUB-79-Farbe auf Fuji Frontier-S IJ-Papier 30 x 24 cm, dazu Fotografie 30 x 24 cm, zusammen gerahmt mit Passepartout, signiert, datiert und nummeriert auf der Rückseite, Auflage 11 Unikate,
Foto:
Tobias Kaspar

Tobias Kaspar beschäftigt sich in seiner Arbeit mit Fragen nach Autorschaft, individueller Signatur und dem Wunsch nach Einzigartigkeit.

"Unconditional" lädt dazu ein, genau diese Vorstellungen von Original und Autorenschaft neu zu betrachten – und macht aus der Jahresgabe selbst einen Teil dieses Nachdenkens über Kunst, Besitz und Wert.

Der Abend für die Kunst – und für die eigene Sammlung

Die neuen Jahresgaben werden am Donnerstag, 19. November 2026, um 18:30 Uhr im Jahresgabenraum des Museums präsentiert. Das Museumscafé ist an diesem langen Dritten Donnerstag ebenfalls bis 22:00 Uhr geöffnet.

Die neuen Arbeiten, ergänzt durch eine Auswahl früherer, noch erhältlicher Objekte bleiben über das Jahr ausgestellt und bieten die Gelegenheit, nicht nur die diesjährigen Jahresgaben kennenzulernen, sondern auch vergangene Editionen wiederzusehen und zu erwerben.

Und erstmals in diesem Jahr:
Tombola
- Kleines Los, große Kunst

Für den kleinen Preis von einem Los gibt es die Chance, ein künstlerisches Originalobjekt aus früheren Editionen der Jahresgaben zu gewinnen. So werden die Jahresgaben für alle zugänglich – besonders auch für junge Menschen. Gleichzeitig unterstützt jedes Los die Arbeit des Museumsvereins und damit Kunst, Kultur und das Museum selbst.

Mitmachen, Kunst entdecken, Kunst fördern und vielleicht schon bald ein eigenes Objekt besitzen.

Jahresgaben sind ein exklusives Angebot für Mitglieder des Museumsvereins. Mitglied werden ist jederzeit möglich – auch anlässlich der Tombola oder beim Erwerb einer Jahresgabe. Sind die neuen Editionen nicht vergriffen, können sie ab Januar des Folgejahres auch von Nichtmitgliedern erworben werden; hierfür gilt ein Aufschlag von 20 Prozent.

Weitere Informationen zu den Jahresgaben 2026, zur Tombola, zur Bestellung und Anmeldung im Museumsverein finden Sie auf dieser Webseite.

Wir freuen uns auf einen Abend mit Kunst, Begegnungen und besonderen Objekten im Museum Abteiberg. (UHI/CK)


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Venedig-Biennale
In Minor Keys
15. bis 18. Oktober 2026

Abermals reist der Museumsverein Abteiberg nach Venedig, wo das weltweit bedeutendste internationale Kunstevent von Frühjahr bis Herbst 2026 seine Tore öffnet.

Hier finden Sie das Anmeldeformular.



Francesco Galli, Zentralpavillon der Giardini, 2025,
Foto: © La Biennale di Venezia


Ausgangspunkt ist diesmal das Indigo St. Elena Hotel, nur wenige Schritte von den Giardini della Biennale entfernt. Das Thema der 61. Biennale lautet 
In Minor Keys und beschäftigt sich mit den feinen Nuancen und emotionalen Tiefen der Moll-Tonarten – als Metapher für das Zuhören und die Resonanz in Kunst und Gesellschaft.

Vorgelegt wurde das Konzept für die kommende Biennale von der Kuratorin Koyo Kouoh (1967–2025). Nach ihrem überraschenden Tod im Mai 2025 wird ihr Konzept von ihrem kuratorischen Team (Rasha Salti, Marie Hélène Pereira, Gabe Beckhurst Feijoo und Siddharta Mitter) weitergetragen.

Im Mittelpunkt steht eine radikale Rückbesinnung auf die Rolle der Kunst: weniger Erklärungen zu Weltgeschehen, sondern mehr Raum für Staunen, Gefühl, Meditation und Träume. Künstler:innen werden als wichtige Interpret:innen gesellschaftlicher Zustände und als Katalysatoren für Beziehungen und neue Möglichkeiten gesehen. Die Ausstellung setzt auf künstlerische Praktiken, die durch Resonanz, Zuhören und Empathie statt durch Spektakel wirken und das Gemeinsame anstelle der Konflikte betonen.

Der Deutsche Pavillon wird von der Direktorin des Georg Kolbe Museums in Berlin, Kathleen Reinhardt, kuratiert. Sie wählte zwei ostdeutsche Künstlerinnen aus: Sung Tieu, die u.a. 2024 mit dem renommierten Rubensförderpreis der Stadt Siegen ausgezeichnet worden ist, und Henrike Naumann, deren internationale Karriere 2018 mit der Einzelausstellung 2000 im Museum Abteiberg startete. Beide Künstlerinnen setzen sich in ihrem Werk intensiv mit historischen und gesellschaftlichen Fragen und der Rolle kollektiver Handlungsmacht auseinander und entwickeln ortsspezifische Arbeiten für den Pavillon.

Unter der Begleitung von Susanne Titz erkunden Sie die Hauptorte der Biennale, wobei wie immer Zeit für eigene Entdeckungen bleibt. Die Flugreise wird organisiert in Kooperation mit LCC Niederrhein | First Reisebüro Mönchengladbach GmbH.

Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie hier.

Die Anmeldung erfolgt direkt über LCC Niederrhein | First Reisebüro Mönchengladbach GmbH. (CK)



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